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Eishockey

Der SC Lyss schafft das Break

Ein Sieg fehlt dem SC Lyss, um sich mit dem Schweizer-Meister-Titel der 1. Liga krönen zu können. Mit einer grandiosen Leistung besiegten die Seeländer Arosa auswärts mit 5:1. Matchwinner waren Goalie Kevin Geissbühler und Captain Florin Gerber.

Die Lysser jubeln nach dem Auswärtssieg 
in Arosa. Bild: zvg

Daniel Martiny

War dies bereits das Meisterstück des SC Lyss und seines Trainers Patrick Glanzmann? Der Seeländer Erstligist und Aufsteiger in die MySports League zeigte im Bündnerland eine abgebrühte, sehr clevere, faire und spielerisch hochstehende Leistung. Und was Arosa im Hinspiel in Zuchwil gelang, nämlich eine frühe 2:0-Führung, machte der SC Lyss auswärts noch besser: Florin Gerber nutzte ein Zuspiel von Kaj Leuenberger bereits nach 57 Sekunden zur Führung. Kaj Wyss erhöhte mit seinem ersten Playoff-Tor in der 6. Minute auf 2:0 und das 3:0 für die Gäste erzielte Kohler, erneut nach einem Energieanfall von Florin Gerber, noch vor Ablauf der ersten zehn Spielminuten.

Geissbühler hält alles
Kaum jemand hätte darauf gewettet, dass der SC Lyss dieses Spiel vor über 1100 Zuschauern derart klar dominieren könnte. Die vorerst geschockten Aroser benötigten einige Minuten, um sich von den Gegentreffern zu erholen. Nach einer Viertelstunde dann doch der erste Treffer der Einheimischen, Arosa-Trainer Marc Haueter hatte zuvor in seinem Timeout den Goalie gewechselt, von Sven Witschi zu Sven Salis, der seine Sache in der Folge gut machte. Auch kein Wunder: Salis hütete schon das Tor der Lysser und der Bieler Elite-Junioren und war entsprechend motiviert.

Die Wende also in diesem vorentscheidenden Match um den Titel? Da hatte Lyss-Goalie Kevin Geissbühler, bis 2011 im Dress der Bieler Junioren, etwas dagegen. Jeder Schuss, der auf das Lysser Tor kam, wurde auch im Mittelabschnitt zu seiner sicheren Beute. Geissbühler, der 2014/15 in Arosa tätig war, zeigte eine grossartige Goalie-Leistung. Er avancierte ganz klar, zusammen mit Florin Gerber, zum «Man of the Match». Trainer Patrick Glanzmann hatte zudem noch einen ganz besonderen «Joker» parat: Nach langer Verletzungspause kam erstmals wieder Flügelstürmer Bruno Blatter zum Einsatz. Ein weiterer Pluspunkt für den SC Lyss.

Matchpuck morgen in Zuchwil
Die Aroser schafften es auch im Schlussdrittel nicht, der Partie noch den nötigen Impuls zur Wende zu geben. Einerseits liess Geissbühler in seiner Konzentration in keiner Sekunde nach und glänzte mit weiteren Paraden, andererseits überzeugte das ganze Lysser Team mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Damit holten die Seeländer einen absolut verdienten Sieg in dieser sehr fairen Partie. Als nämlich die Bündner bereits fünf Minuten vor Schluss den Goalie vom Eis nahmen und im Powerplay agierten, kam Florin Gerber nebst seinem Treffer bereits zu seinem dritten Assist. Als Vollstrecker fungierte zum zweiten Mal an diesem Abend Marco Müller. Die Partie war längst entschieden und der EHC Arosa klar geschlagen.

Für den SC Lyss heisst das: Erster Matchpuck morgen im Eissportzentrum von Zuchwil zum Gewinn des Schweizer-Meister-Titels der 1. Liga.

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