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EHC Biel: Da gibt’s noch Wünsche

Ist der SC Bern als Krösus der Liga automatisch Favorit? Nein.

Bernhard Rentsch

Bernhard Rentsch

Heute startet der EHC Biel in die Playoff-Halbfinals. Der Gegner: SC Bern – der verehrte, der respektierte, der verhasste Kantonsrivale aus der Hauptstadt. Als erfolgsverwöhnter Sieger der Qualifikation ist der Krösus der Liga automatisch der Favorit.

Wirklich? Nach der Viertelfinalqualifikation der Berner gegen Genf-Servette mit etlichen Überstunden liegen nicht nur die hiesigen Sympathien auf der Seite der Seeländer, sondern in der Tat auch die intakten Aussenseiterchancen. Sogar neutrale Experten wagen die Prognose zugunsten des EHC Biel.

Es sind also nicht nur Fantasien und Träume, die uns als – zugegeben nicht ganz neutrale – Zuschauer und Fans beflügeln. Es sind berechtigte Hoffnungen oder gar realistische Wünsche. Mehr noch: Es ist ein Auftrag. Die Region wartet und dürstet – die Zeit ist reif für die Finalqualifikation. Biel ist auf der Eishockey-Landkarte eine Station, an der kein Gegner «einfach so» vorbeikommt.

Dass dies kein unrealistischer Wunsch nach dem Prinzip Hoffnung ist, hat die Mannschaft in den letzten Wochen und Monaten zur Genüge bewiesen. Die Dominanz zu Beginn der Saison wurde zwar von einer Baisse abgelöst. Aber, wie es sich für einen Champion gehört, stand das Team rechtzeitig wieder auf und überzeugt nun wieder.
Wir gehen erhobenen Hauptes in diese Tage der Halbfinalserie. Biel muss sich trotz allen Statistiken, die klar für den SCB sprechen, nicht verstecken. Dass damit bereits klar ist, dass ein Berner Team um den Schweizer-Meister-Titel spielt, ist zusätzlich ein schöner Ausblick. Noch toller wird die Geschichte, wenn der EHC Biel zum Final antreten kann.

brentsch@bielertagblatt.ch

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